Der angekündigte Bau des derzeit größten Batteriespeichers Europas , dessen Baubeginn voraussichtlich im Mai erfolgt, zieht weitere Investitionen an.
Bereits vor wenigen Tagen war Baustart für einen zusätzlichen Energiespeicher mit einer Anschlussleistung von 135 Megawatt und einer Speicherkapazität von 600 Megawattstunden.
Nach Auskunft von Bürgermeister Frank Ochsner ist auch ein Bauantrag für einen dritten Speicher bereits in Bearbeitung.
Alle drei Batteriespeicher werden ihren Standort im sich gerade entwickelnden Energiepark in der Nähe des Umspannwerkes in Klostermansfeld haben.
Die Gemeinde Klostermansfeld hatte in diesem Bereich vorausschauend eine 60 Hektar große Fläche für Energiespeicheranlagen vorgesehen.
„Dass wir frühzeitig einen Präferenzraum am Umspannwerk definiert haben, war goldrichtig“, so Bürgermeister Frank Ochsner.
„Energiespeicher gehören dorthin, wo sie netztechnisch sinnvoll sind - an einen Netzknoten.“
So entsteht geordnete Entwicklung statt Wildwuchs und Zersiedelung.
Über diese aktuellen Energiespeicher-Projekte hinaus führt die Gemeinde auch Gespräche mit weiteren Interessenten aus der Wirtschaft, insbesondere für das rund zehn Hektar große Industriegebiet an der B 180, wie der Bürgermeister sagt.
Die Vermarktung der Flächen, die dem Land Sachsen-Anhalt gehören, nimmt nach Frank Ochsners Einschätzung Fahrt auf. Ein potenzieller Investor lässt aktuell eine Machbarkeitsstudie zur Ansiedlung erstellen. In etwa acht Wochen wisse man mehr.
„Wir arbeiten eng mit dem Wirtschaftsministerium und dem Infrastrukturministerium zusammen“, so Bürgermeister Frank Ochsner.
Aus welcher Branche der Investor für das Industriegebiet kommt, möchte der Bürgermeister zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch nicht verraten, rechnet jedoch mit der Schaffung von bis zu 100 Arbeitsplätzen.
„Wir gehen das seriös an. Erst prüfen, dann entscheiden.“ Wenn eine Ansiedlung komme, müsse sie tragfähig, verträglich und langfristig gut für Klostermansfeld sein.
Mit neuen Arbeitsplätzen verbindet der Bürgermeister zugleich die Hoffnung, dass die künftigen Mitarbeiter ein neues Zuhause in der Gemeinde finden und sich die Industrieansiedlung damit auch positiv auf die Bevölkerungsentwicklung auswirkt. Vom geplanten Energiegroßspeicher erwartet Klostermansfeld dagegen Steuereinnahmen in Millionenhöhe.