Klostermansfeld/RH: Die Saison 2025/2026 in der Bezirksoberliga Süd stellte die weibliche Jugend B des BSV 1928 Klostermansfeld vor große Herausforderungen. Nach dem Weggang von drei Leistungsträgerinnen war vor Saisonbeginn unklar, wie sich das neu formierte Team behaupten würde. Umso bemerkenswerter ist es, dass die Mannschaft die Spielzeit trotz eines kleinen Kaders mit großem Einsatz zu Ende brachte und sich am Ende mit 14:26 Punkten den 8. Tabellenplatz sicherte.
Von Beginn an war klar, dass die personelle Situation eine besondere Belastung darstellen würde. Oft standen nur wenige Wechselmöglichkeiten zur Verfügung, sodass die Spielerinnen über weite Strecken der Partien an ihre körperlichen Grenzen gehen mussten. Gerade gegen die Spitzenteams der Liga zeigte die Mannschaft dennoch immer wieder starke Leistungen und konnte häufig zumindest eine Halbzeit lang auf Augenhöhe mithalten. Mit Siegen gegen den SV Blau-Rot Coswig, den HSV 2000 Zerbst und den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz sowie zwei Unentschieden gegen den BSV „Fichte“ Erdeborn bewies das Team immer wieder seine Wettbewerbsfähigkeit.
Trainer Frank Erdmenger hob besonders den Zusammenhalt hervor:
„Positiv war, dass trotz der Abgänge von drei Leistungsträgerinnen die Mädels die Saison spielen wollten und auch durchgezogen haben.“
Tatsächlich entwickelte sich die Mannschaft im Verlauf der Spielzeit zu einer eingeschworenen Einheit. Auch wenn fehlende Kräfte in vielen Begegnungen letztlich den Ausschlag gaben, kämpften die Spielerinnen bis zum Schluss um jeden Ball.
Sportlich waren vor allem Fortschritte in den Bereichen Kondition, Torabschluss und Angriffsverhalten erkennbar. Gleichzeitig zeigte die Saison aber auch, wie wichtig eine konstante Trainingsbeteiligung und eine breitere personelle Basis sind, um enge Spiele erfolgreich gestalten zu können.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte Sofiia Ignatiev. Mit 200 Treffern in lediglich 18 Spielen führte sie die Torschützenliste der gesamten Bezirksoberliga Süd an und war zugleich mit 41 verwandelten Siebenmetern die zweitbeste Schützin vom Strafwurfstrich der Liga. Unterstützung erhielt sie unter anderem von Lina Rossa (74 Tore), Teresa Jäckel (64) und Lena Vollmar (58), die ebenfalls zu den Leistungsträgerinnen der Mannschaft gehörten.
Trotz der negativen Tordifferenz von lediglich 18 Treffern zeigt ein Blick auf die Statistik, wie konkurrenzfähig die Klostermansfelderinnen waren. Viele Niederlagen fielen erst in den Schlussphasen, wenn die Kräfte gegen breiter besetzte Gegner nachließen.
Für die kommende Saison liegt der Fokus laut Trainerteam vor allem auf der weiteren Verbesserung der Kondition sowie der gezielten Arbeit mit den Torhüterinnen. Zudem könnte die Rückkehr zweier Spielerinnen neue Möglichkeiten eröffnen. Mit einer Mannschaft, die in dieser Saison viel Charakter bewiesen hat, blickt der BSV optimistisch nach vorn.
Oder wie Frank Erdmenger die Spielzeit in drei Worten zusammenfasst: „Eine coole Truppe.“
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