In unserer Artikelreihe „Klostermansfelder Gesichter - was macht eigentlich …“ möchten wir Ihnen Menschen vorstellen, die in Klostermansfeld wohnen oder arbeiten. Heute zu Gast bei Michael Selent, Marktleiter bei EDEKA Gabriel in Klostermansfeld.
Herr Selent, Klostermansfeld verfügt über mehrere Einkaufsmärkte, was auch dazu beiträgt, den Bürgern kurze Einkaufswege zu ermöglichen. EDEKA Gabriel ist einer dieser Märkte. Seit wann gibt es EDEKA Gabriel in Klostermansfeld und was ist das Besondere an diesem Markt?
Unser EDEKA-Markt in Klostermansfeld wurde im März 2012 eröffnet, wir sind also inzwischen auch schon über 13 Jahre für die Bürger von Klostermansfeld und Umgebung da.
Wir bieten auf einer Verkaufsfläche von 730m² über 10.000 verschiedene Artikel an. Unsere Kunden bekommen hier alles was man im täglichen Leben benötigt.
Unser Herzstück sind natürlich unsere Frische-Theken: Fleisch, Wurst und Käse in Bedienung. Das ist sicher auch ein Alleinstellungsmerkmal in Klostermansfeld.
Ganz neu hinzugekommen ist eine Heiße Theke, mit der wir u.a. Durchreisende oder Kunden mit spontanem Appetit auf z.B. eine heiße Bockwurst ansprechen möchten.
Wir legen besonderen Wert auf Frische und Qualität und fertigen täglich frische Produkte wie z.B. Frikadellen, Schnitzel nach Hausfrauen-Art, Fleischkäse oder Kaßler.
„Wir bekommen täglich frisches Obst und Gemüse geliefert, sehr viel auch von regionalen Erzeugern. Auf diese Zusammenarbeit legt EDEKA großen Wert.“
Wir haben in unserem Markt eine eigene Convenience-Küche, in der eine Mitarbeiterin täglich frisch Salate und Obstschalen und von Zeit zu Zeit auch schokolierte Früchte zubereitet. Frischer geht es kaum!
Ergänzt wird das Angebot um zusätzliche Serviceleistungen wie z.B. die Lotto-Annahmestelle, den Hermes-Paket-Shop, eine CEWE-Fotostation, Blumen und Präsentkörbe. Wir möchten unseren Kunden ein möglichst rundes Angebot bieten, um ihnen zusätzliche Wege zu ersparen.
Seit wann sind Sie Marktleiter in diesem Markt und wie war Ihr Weg bis hier?
Ich bin seit 2015 im Unternehmen und seit November 2021 Marktleiter in diesem Markt. Ich habe eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel absolviert und war anschließend noch 6 weitere Jahre in meinem Ausbildungsbetrieb. Daran schloß sich eine Tätigkeit in der Lebensmittelproduktion an.
Im Jahr 2015 bin ich in den Handel zurückgekehrt und habe die Aufstiegsmöglichkeiten bei EDEKA zu meiner derzeitigen Tätigkeit als Marktleiter genutzt.
Was sind typische Aufgaben eines Marktleiters?
Mein typischer Arbeitstag beginnt schon bei der Anfahrt zum Markt. Ich prüfe täglich die Sauberkeit vor dem Markt, sind die Einkaufswagen alle in ordentlichem Zustand, wirkt unser Markt auf unsere Kunden einladend.
Selbstverständlich werden die Mitarbeitenden von mir begrüßt, man tauscht sich aus, ist alles in Ordnung oder gibt es irgendwo Herausforderungen.
Ich kümmere mich persönlich um die Getränkeabteilung, d.h. Nachfüllen der Bestände und Einräumen der Regale.
Natürlich hat man als Marktleiter auch einen Teil Büroarbeit zu erledigen. Seien es Gespräche mit Lieferanten, Wareneingänge buchen, Schichtpläne erstellen usw.
Alles was neben dem Verkauf eben zur kompletten Organisation eines Marktes gehört.
Wie viele Mitarbeitende gehören zu Ihrem Team?
Aktuell sind wir 29 Angestellte, davon zwei Auszubildende. Für das neue Ausbildungsjahr würden wir uns freuen, wieder Auszubildende zu gewinnen.
Ganz besonders freuen wir uns, wenn Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss bei uns im Markt bleiben, wie das aktuell bei einer jungen Kollegin der Fall ist.
Können Sie uns eine Vorstellung von der Leistungsfähigkeit Ihres Teams geben?
Ich habe mir aus dem Warenwirtschaftssystem mal einige Daten angesehen und bin zu einer interessanten These gelangt.
Wir haben seit Jahresanfang bis zum Zeitpunkt unseres Interviews schon ca. 131.000 Schnittbrötchen verkauft, 12.000 Stück Butter, 10 Tonnen(!) Thüringer Mett und 22.000 Gurken.
„Man könnte daraus schlussfolgern, der typische Klostermansfelder ißt wahrscheinlich gern ein Brötchen mit Butter und Mett und dazu eine Gurke 😉“
Was sind die Spitzenzeiten, in denen Sie und Ihre Mitarbeitenden besonders gefordert sind?
Spitzenzeiten sind definitiv Donnerstag und Freitag, man merkt deutlich daß das Einkaufsvolumen zunimmt wenn es Richtung Wochenende geht.
Der Samstag vormittag ist ebenfalls nochmal sehr stark. Die meisten Kunden besuchen uns um die Mittagszeit 10-13 Uhr oder nachmittags 16-18 Uhr wenn die Berufstätigen noch ihre Einkäufe erledigen.
Unser Interview findet am 7. Oktober statt. Spüren Sie schon, dass das Weihnachtsgeschäft anläuft?
Die Saisonprodukte sind schon seit einigen Wochen vorrätig und auch wenn bis zur richtigen Weihnachtsstimmung noch etwas Zeit ist, die Kunden kaufen diese Saisonprodukte zunehmend auch schon jetzt. Ein gewisser Bedarf scheint also tatsächlich vorhanden zu sein. Das wird sich in den nächsten Wochen noch deutlich steigern. Ostern und Weihnachten sowie vor Feiertagen wie z.B. dem Tag der Deutschen Einheit, sind klassische Einkaufsspitzen.
EDEKA Gabriel ist für Klostermansfeld mehr als nur ein Einkaufsmarkt. Sie unterstützen z.B. auch unsere Vereinsarbeit. Können Sie uns dazu etwas mehr erzählen?
Wenn man im Ort arbeitet kommt man automatisch auch mit den Kunden ins Gespräch. Wir kennen das ehrenamtliche Engagement im Ort und der Umgebung recht gut und möchten natürlich auch unseren Teil zur Dorfgemeinschaft beitragen. Das haben wir in der Vergangenheit bereits in vielfältiger Weise getan und möchten das auch gern fortsetzen.
Als Beispiele möchte ich die Unterstützung des Musikvereins nennen, die Unterstützung der Kita „Wirbelwind“ zur Gestaltung eines Weidengangs, die Unterstützung der Kinder- und Jugendfeuerwehr oder die Pfandspenden unserer Kunden u.v.m nennen.
Aktuell unterstützen wir mit der Pfandspende unserer Kunden den Kinderschutzbund.
Darüber hinaus ist unser Markt Pate für fünf Kindergärten in der Region. Gemeinsam mit der EDEKA-Stiftung fahren wir in diese Kindergärten und pflanzen mit den Kindern und Erziehern Hochbeete an. Die Kinder kümmern sich anschließend um diese Beete und können selber ernten. Mit der Kita „Wirbelwind“ in Klostermansfeld ist diese Aktion in Vorbereitung.
Zum Abschluß unseres Interviews die fast schon obligatorische Frage: was macht der Marktleiter Michael Selent in seiner Freizeit?
In meiner Freizeit lasse ich es tatsächlich etwas ruhiger angehen und freue mich, diese Zeit mit meiner Familie verbringen zu können.
Vielen Dank für das Interview